

Saarländisches Staatsorchester
Sébastien Rouland, Leitung / Sergej Nakariakov, TrompeteEinladung zur Konzerteinführung* - Musik erleben mit Hintergrund*
45 Minuten vor jedem Konzert unserer Abo-Reihe in der VILCO laden wir herzlich zur Konzerteinführung ein:
In der besonderen Atmosphäre des Westflügels der Orangerie gibt Nuron Mukumi, vielfach ausgezeichneter Pianist und musikalischer Erzähler, spannende Einblicke in Werk, Komponist und Kontext des Abends. In jeweils rund 15 Minuten eröffnet er eine gedankliche Tür zur Musik. Lassen Sie sich einstimmen – hörend, verstehend, mit innerem Ohr. Der Eintritt ist im Konzertticket inklusive, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Programm:
Haydn, Sinfonie Nr. 43 Es-Dur
Haydn, Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur
Pause
Prokofjew, Sinfonie Nr. 5 B-Dur, Opus 100
Das Saarländische Staatsorchester unter der Leitung von Sébastien Rouland präsentiert ein Programm, das zentrale Positionen der Wiener Klassik mit einem Schlüsselwerk der Symphonik des 20. Jahrhunderts verbindet. Im Mittelpunkt stehen zwei Kompositionen Joseph Haydns in Es-Dur sowie Sergej Prokofjews 5. Symphonie in B-Dur op. 100, die in ihrer Verschiedenheit eine breite ästhetische Spannweite von klassischer Formklarheit bis zu sinfonischer Monumentalität eröffnen. Ergänzt wird dieses Programm durch das Mitwirken des Trompeters Sergei Nakariakov, der zu den international herausragenden Solisten seines Instruments zählt.
Sébastien Rouland, Dirigent
Seit der Spielzeit 2018/2019 ist der französische Dirigent Sébastien Rouland Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters und damit künstlerisch verantwortlich für Opern- und Konzertprojekte des Hauses. Sein Repertoire umfasst ein breites Spektrum von der historisch informierten Aufführungspraxis im Barock über die Klassik und Romantik bis hin zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Engagements an bedeutenden Opernhäusern und die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern im internationalen Kontext unterstreichen seine stilistische Vielseitigkeit und seine Erfahrung im Umgang mit sowohl musikdramatischen als auch sinfonischen Partituren. In Saarbrücken hat Rouland sich insbesondere mit zentralen Werken des französischen und deutschen Opernrepertoires sowie mit großformatigen Orchesterwerken profiliert und so ein eigenständiges künstlerisches Profil in der Region und darüber hinaus etabliert.
Sergei Nakariakov, Trompete
Der Trompeter Sergei Nakariakov gilt als einer der technisch und klanglich herausragenden Vertreter seines Fachs und wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Virtuosität und kantablen Tonkultur häufig mit legendären Instrumentalvirtuosen anderer Epochen verglichen. Seine Karriere führte ihn auf die großen internationalen Podien, wo er sowohl mit führenden Orchestern und Dirigenten als auch in kammermusikalischen Besetzungen mit namhaften Partnerinnen und Partnern auftritt. Charakteristisch für Nakariakovs künstlerisches Profil ist neben der souveränen Beherrschung der klassischen Trompetenliteratur die Erweiterung des Repertoires durch Bearbeitungen und neue Werke, die dem Instrument neue Ausdrucksräume erschließen. Im vorliegenden Programm übernimmt er den Solopart in Haydns Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur und setzt damit einen interpretatorischen Akzent, der die solistische Brillanz mit einem historisch informierten Zugang zum klassischen Repertoire verbindet.
Programm: Haydn und Prokofjew
Die Programmgestaltung stellt zwei Werke Joseph Haydns – die Sinfonie Nr. 43 Es-Dur und das Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur – der 5. Sinfonie B-Dur op. 100 von Sergej Prokofjew gegenüber. Haydns Sinfonie Nr. 43 ist ein Beispiel für die Ausprägung der klassischen Sonaten- und Sinfonieform in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zeigt die Verbindung von formaler Klarheit, thematischer Ökonomie und feiner motivischer Arbeit. Das Trompetenkonzert Es-Dur gehört zu den zentralen Werken des Trompetenrepertoires und markiert den Übergang von der Naturtrompete zur Klappentrompete, was sich in einer neuen melodischen Beweglichkeit und harmonischen Differenzierung des Soloparts niederschlägt. Prokofjews 5. Sinfonie, im Jahr 1944 entstanden, repräsentiert demgegenüber eine großformatige, vier- oder mehrsätzige sinfonische Konzeption des 20. Jahrhunderts, in der architektonische Geschlossenheit, dichte motivische Arbeit und eine gesteigerte klangliche Dramaturgie miteinander verbunden sind. In dieser Gegenüberstellung entsteht ein Spannungsfeld zwischen klassischer Formbalance und moderner Expressivität, das den Hörerinnen und Hörern einen analytisch wie sinnlich erfahrbaren Einblick in die Entwicklung der sinfonischen Gattung über eine Zeitspanne von rund anderthalb Jahrhunderten bietet.
Termine & Tickets
Preise: € 56€ / € 50/ € 44