© Gesine Otto
Kunst im öffentlichen Raum

Kunst auf Schritt und Tritt

Wer durch Bad Vilbel geht, dem eröffnet sich eine große Bandbreite an Gattungen und Stilrichtungen von Kunstwerken im öffentlichen Raum.

Angefangen von Skulpturen in Stadt, Kurpark und Auen, rund um die Wasserburg sowie in der Galerie Alte Mühle, ist auch die Graffiti-Szene in der Quellenstadt präsent.

Auenkunst

Im Wandel der Natur

In Ausstellungsintervallen von 1 – 2 Jahren zeigen regionale Künstler Skulpturen, Plastiken und Installationen in unterschiedlichen Materialien und Stilrichtungen. Mit jedem neuen Ausstellungszyklus werden viele Kunstwerke ausgetauscht und neue Standorte erschlossen, so dass sich immer wieder neue Schwerpunkte und interessante Konstellationen ergeben. Wiederholt entstanden Skulpturen direkt vor Ort und dabei entstand ein intensiver Dialog zwischen Bildhauer und Besuchern.

Graffiti

Kunst aus Dosen

Bad Vilbel hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Freiluftgalerie entwickelt. Es gibt eine Vielzahl spannender künstlerischer Arbeiten im öffentlichen Raum zu entdecken die von verschiedenen Künstlern aus der Stadt und der Region geschaffen wurden. Auch Arbeiten großer, national und international bekannter Künstler wie Herakut oder Case prägen mittlerweile das Stadtbild.

Die Graffitischule bietet Raum, Material, und Erfahrung, um die Vorliebe für Graffiti ausleben zu können.

Kurpark

Sehenswürdigkeiten

Der Kurpark Bad Vilbel erstreckt sich entlang der Nidda durch das gesamte Stadtgebiet. Er wird durch zwei historische Bauwerke eingegrenzt: die historische Sandsteinbrücke der Main-Weser-Bahn und die Brunnenanlage des Bad Vilbeler Römer Brunnens.

Seine großen Rasenflächen sind von typischen Bäumen des Heimatraumes umsäumt und laden den Besucher zum Ruhen, Spielen und Wandeln ein.

Er ist Teil des von der KulturRegion Frankfurt RheinMain getragenen Erfolgsprojektes GartenRheinMain – Vom Klostergarten zum Regionalpark, das seit 2004 die vielfältigen Gärten und Parks der Region in den Blick nimmt und das Bewusstsein für die Gartenkultur schärft.

Der Kurpark Bad Vilbel und Heinrich Siesmayer
Heinrich Siesmayer war einer der bedeutendsten Gartenkünstler seiner Zeit. Als Schöpfer so berühmter Parks wie des Frankfurter Palmengartens, des Kurparks Bad Nauheim und als Gestalter des Mainzer Stadtparks hat er mit seinen Gartenschöpfungen weit über die Rhein-Main-Region hinaus Maßstäbe gesetzt.
Auch in Bad Vilbel schlug Siesmayer im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln. Hier richtete er um 1877 neben dem Bahnhof der Main- Weser-Bahn eine große Baumschule ein, ein zentrales Lebenswerk Siesmayers. Diese Baumschule am Elisabethenhain Bad Vilbel wurde einer der größten Baumschulen des Deutschen Reichs.
Der Kurpark Bad Vilbel wurde Ende 1933 von Philip Siesmayer, Sohn von Heinrich Siesmayer, gestaltet.

Bäume & Bepflanzung

Der wertvolle Baumbestand des historischen und unter Denkmalschutz gestellten Teils des Bad Vilbeler Kurparks stammt weitgehend aus der berühmten Siesmayerschen Gärtnerei (gegr. 1877). Große Rasenflächen, umsäumt von prächtigen Bäumen, laden zum Ruhen, Spielen und Wandeln ein.

Aktueller Baumbestand:

  • Gelbholzbaum (Gladrastis lutea)
  • Korkbaum (Phelodendron japonicum).
  • Urweltbaums (Metasequoia glyptostrobides)
  • Blutbuche

Wo Wasser erlebbar wird

Im Kurpark am Kurhaus befindet sich der sehenswert gestaltete Brunnentempel, er dient als Trinkgelegenheit für den Hassia-Sprudel. Das Hassia-Quellenmuseum gibt dem Besucher einen spannenden Rückblick auf mehr als 140 Jahre Unternehmensgeschichte.

Auch andere kunstvoll geformte Brunnen erinnern an Vilbels wertvollsten Schatz, an das erfrischende Quell- und Heilwasser.

Am Randes des Kurparks findet man den Römerbrunnen, inzwischen Industriedenkmal. Dort sprudelt aufgrund seines hohen Kohlensäuregehaltes aus 287 Metern Tiefe ein Mineralwasser eigenständig zu Tage. Es zählt zu den mineralhaltigsten Quellen in ganz Deutschland und ist das ergiebigste Bad Vilbeler Quellvorkommen.

Denkmäler / Sehenswürdigkeiten

Auf Initiative der Hassia Mineralquellen wurde mit dem reproduzierten Römer-Mosaik die Badekultur der alten Römer lebendig und anschaulich.

Auf dem mit Platanen bestückten Kurhausplatz finden Feste und Märkte statt. Kernstück des Parks ist die mittelalterliche Wasserburg.

Seit 1987 dient die Wasserburg als Spielort der Burgfestspiele Bad Vilbel. Das Kulturzentrum Alte Mühle, direkt an der Nidda gelegen, bietet Kabarett, Musik, Figuren- und Kindertheater und Kino mit regelmäßigem Programm (Sommerpause von Juni bis August). Ebenerdig und mit einer attraktiven Außenterrasse bewirtet das Restaurantcafé Alte Mühle .

Freizeit- und Kultureinrichtungen

Das Freizeit- und Kulturangebot in Bad Vilbel ist in den letzten Jahren stetig ausgebaut worden. Dazu gehören: Die Burgfestspiele, das Sommerkulturprogramm, das Kulturzentrum Alte Mühle, das Quellenfest, die Musikschule, die Stadtbücherei und Spielplätze.

Galerie Alte Mühle

Mit dem Schwerpunkt Fotografie und Zeitgenössische Kunst, hat sich die Galerie Alte Mühle zu einem angesehenen Ausstellungsforum entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Bad Vilbel, ist hiermit für Künstler und Künstlerinnen eine Möglichkeit geschaffen worden sich und ihre Werke vorzustellen. Der Kunstverein organisiert zu dem auch zahlreiche Kurse und Kunstwerkstätten und stellt in unterschiedlichen Räumen von Bad Vilbel regelmäßig ihre Arbeiten aus.

Galerie Alte Mühle

Skulpturen, Plastiken und Objekte
25Jahre
50Ausstellungen
19KünstlerInnen
Route der Industriekultur Rhein-Main

Industriekultur

Orte zwischen Aschaffenburg am Main und Bingen am Rhein

Die Route befasst sich mit Themen wirtschaftlicher, sozialer, technischer, architektonischer und städtebaulicher Entwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.