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KABARETTBUNDESLIGA
7. Spiel: Inka Meyer vs. Andrea Limmer

Termine & Tickets

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Sa, 18.05.   20:00 Uhr

Preise

Kat. 1: 20,- (erm. 15,-)
Kat. 2: 18,- (erm. 13,-)

HOLEN SIE SICH JETZT DIE DAUERKARTE:
Kat. 1: 99,-
Kat. 2: 88.-

Zwei Künstler - ein Wettkampf - deine Stimme

Die Spielregeln sind ganz einfach: 14 Künstler spielen um den Titel Deutscher Kabarettmeister. Jeder spielt gegen jeden, und jeder tritt in jedem der 13 Theater auf. An jedem der sieben Spielabende im Theater Alte Mühle werden zwei preisgekrönte Künstler präsentiert, die je 45 Minuten lang das Beste aus ihren aktuellen Programmen darbieten, und um die Gunst der Zuschauer spielen. Hier zählt jede Stimme, denn am Ende jeder Vorstellung wird live abgestimmt, wer den Abend gewonnen hat. Wer also am Ende der Saison Deutscher Meister wird, entscheidet, wie immer, die wohl beste Jury der Welt: Das Publikum.

 

Inka Meyer

Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: „Frauen, ihr lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.“ Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen. Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: „Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?“ Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen, ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an. Das alles wird von den Modekonzernen geschickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas- Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen. „Der Teufel trägt Parka“ – das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer: witzig, relevant und brillant recherchiert. Und dieses satrische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: „Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.“ Außerdem wird hier endlich Adams uralte Frage geklärt: „Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?“

„Meyers Humor könnte demokratischer nicht sein: Er nimmt beide Geschlechter gleichermaßen aufs Korn und erzeugt dadurch eine Dynamik im Publikum, die sich durch den Abend zieht. Mal lacht die eine Häl[e mehr, mal die andere.“ (Süddeutsche Zeitung)

Andrea Limmer

Alle elf Sekunden verliert sich jemand beim Barshippen, führt das Navi einen an der Nase herum, bedankt die Bahn sich für unser Verständnis, wird die Deutschlandcard als Reisepass benutzt, fragt Tinder: „Zum Mitnehmen oder Abwinken?“ und malträtiert uns mit Werbung für Styling-Apps oder Online-Games. Diese Flut von Blablabla, Bildern und Blödsinn verwandelt immer mehr Menschen in neurotische Elendshäufchen. Sie googlen sich selbst, statt in den Spiegel zu schauen, und kriechen mit letzter Kraft auf die IKEA-Couch eines Therapeuten, um sich das Glück verschreiben zu lassen. Und sogar der Limmerin hat es jetzt den Vogel rausgehauen. Sprich: sie schweigt. Denn das niederbayrische Energiebündel will sich wehren, gegen den ausgesprochenen Irrsinn dieser Welt. Und leider gibt es ja keinen mentalen Türsteher, der all die Facebook-Posts oder Katzenvideos einfach nicht ins Hirn lässt – oder wenigstens die Katzenberger. Darum hockt die Limmerin jetzt samt ihrer Ukulele Karla verstockt und verstummt hinter dem Ofen. Da hilft weder Urschrei-Kartoffel, noch Blutwurz-Pille. Nur für ihr Publikum bricht sie ihr Schweigen. Charmant und hintersinnig plaudert die aufstrebende Ratschkathl über die großen Geschehnisse der Zeit, die sich wie immer auch ganz alltagstauglich in ihrem eigenen sozialen Bermuda- Dreieck abspielen. Und freilich präsentiert die junge Volkssängerin stimmgewaltig neue Lieder über ba(h)nale Entgleisungen, die emotionale Standortbestimmung oder den globalen Diplom-Studiengang „Volldepp“.

„Zierlich, rastlos, wortstark!“ (Augsburger Allgemeine)