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SUSANNE HASENSTAB UND EMIL EMAILLE
"Morgen ist gelber Sack"
Kabarettistische Lesung

Preise

Kat. 1: 19,50€
erm.: 16,20€
Kat. 2: 17,30€
erm.: 14,00€

 

Mit ihrem aktuellen Leseprogramm „Morgen ist Gelber Sack!“ gibt die Aschaffenburger Autorin
Susanne Hasenstab höchst amüsante Einblicke in die Untiefen, Strudel und Seitenarme unserer alltäglichen Kommunikation.


Seit 2007 veröffentlicht die „Chronistin des skurrilen Alltags“ (hr2 kultur) Ausschnitte ihrer
Aufzeichnungen in einer wöchentlichen Dialog‐Kolumne im „Main‐Echo“, seit etwa zwei Jahren
tritt sie zudem mit ihrem Bühnenpartner Emil Emaille mit kabarettistischen Lesungen auf
Kleinkunstbühnen, in Buchhandlungen und Theatern der Region auf. Etwa 100 Minidramen sind im Hanauer Cocon‐Verlag in Buchform erschienen – „Morgen ist Gelber Sack!“ (2011) und „Der letzte Tag der Fleischmaschine“ (2013).


Zwei Barhocker, ein Stehtisch und die Textmappe in der Hand – mehr brauchen Susanne Hasenstab und Emil Emaille nicht, um loszulegen. Von einer klassischen, ernsthaften Autorenlesung ist das´Ganze weit entfernt – schon nach wenigen Minuten hat das Publikum Mühe, vor Lachen an sich zu halten. Aber auch mit politischen Kabarettnummern oder Stand‐Up‐Comedy haben die beiden wenig am Hut. Tagespolitik und Interaktion mit dem Publikum kommen hier ebenso wenig vor wie direkte Meinungsäußerungen zum Weltgeschehen oder Gags und Pointen am laufenden Band.


Worin besteht dann die Komik der Texte?
Vielleicht kann man es so erklären: Ohne dass das Publikum an irgendeiner Stelle angesprochen oder ins Programm einbezogen wird, ist es dennoch der Hauptdarsteller. Denn die Dialoge, die Susanne Hasenstab schreibt, kommen direkt aus dem Irrsinn unserer alltäglichen Kommunikation, ein Irrsinn, der uns beim Sprechen oft gar nicht als solcher bewusst ist.
Die allmähliche Selbsterkenntnis beim Zuhören ist oft tröstlich („Auch anderen geht´s so wie
mir...“), manchmal erschreckend („Oh Gott, das bin ja ich!“), immer jedoch höchst unterhaltsam.
Da ist das bleierne Gespräch der langjährigen Ehepartner, die den Andalusien‐Urlaub damit
verbringen, auf die Öffnung des Buffets zu warten. Da ist die Irrfahrt nach Offenbach, während der vor lauter Hektik die elektronische Stimme des Navigationsgeräts wie ein normaler
Gesprächspartner ins Gerede miteinbezogen wird. Da ist die Großmutter, die sich mit einem
kämpferischen Monolog darauf einstimmt, nun mit 84 Jahren endlich sämtliche ihr nie gedankte Haus‐ und Familienarbeit einzustellen, nur um im letzten Moment doch vor ihrer eigenen Courage zu kapitulieren.


Die Zuhörer begegnen einer Frau mit „38 Käsekuchen im Kopf“, hören mit „Musse bezahle!“ ein Schnapsdrama für drei Personen und eine Minibar, und sie leiden mit Doris, die sich im „Anruf in Venedig“ nach allen Kräften bemüht, im Telefonat mit ihrem wortkargen Mann Alfred die Fassade einer Kommunikation aufrechtzuerhalten.
Besucher der Veranstaltungen verglichen die Stücke mit Karl Valentin, Gerhard Polt und Wolfgang Deichsel.

Wer sich selbst ein Bild machen will, kann Susanne Hasenstab und Emil Emaille auf einer
Lesung einen Besuch abstatten – oder, wenn er Veranstalter ist, die Künstler gern zu sich einladen.